​Zwerchfellbruch-Operation bei Dr. med. Eckhard Löhde - Erfahrungsbericht

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      ​Zwerchfellbruch-Operation bei Dr. med. Eckhard Löhde - Erfahrungsbericht

      Liebe Sodbrennen-Forum Community,

      ich bin ein Freund des Administrators Vito und er hat mich darum gebeten mal bezüglich meiner Zwerchfellbruch-Operation bei Dr. med. Eckhard Löhde einen Erfahrungsbericht zu schreiben.

      Vorgeschichte

      Ich bin eigentlich ein kerngesunder Mensch. Hatte nie schwerwiegende Krankheiten oder ähnliches. Bis ich vor vier Jahren ziemlich plötzlich Sodbrennen bekommen habe. Fing einige Wochen nach einer Magen-Darm-Grippe an. Ich hatte ein sehr starkes Brennen im Hals, Säure lief mir in den Hals und ich spürte förmlich wie das Essen die Speiseröhre runterrutschte. Ich bin dann nach einigen Tagen zum Hausarzt. Dieser schickte mich ohne lange zu untersuchen mit einer Packung Protonenpumpenhemmer nach Hause. Trotz 40mg der Protonenpumpenhemmer wurde das Sodbrennen auch die nächsten Tage nicht besser. Nun bin ich wieder zum Arzt und der meinte ich sollte zu den Protonenpumpenhemmern auch noch MCP Tropfen nehmen. Auch dies brachte kein Erfolg.

      Ich hatte schon immer laut Arzt ein ideal Gewicht, trieb schon immer viel Sport, trank nie Alkohol, rauchte nie und ernährte mich gesund. Daher nahm mein Hausarzt auch die nächsten Wochen nicht ernst und vertröstete mich immer wieder mit einer neuen Packung Protonenpumpenhemmer.

      Das Sodbrennen war auch nach vielen Wochen noch nicht weg und so wurde ich zum Gastroenterologen überwiesen. Bei meinem ersten Termin, kam lediglich ein Satz: "Sie passen überhaupt nicht in das Sodbrennen Patienten Muster, nehmen Sie mal paar Wochen Pantoprazol. Auch dies half wieder nichts.

      Nach vielen Wochen wurde dann eine Magenspiegelung veranlasst. Ergebnis: "Herr XY wir sehen bei Ihnen nichts, lediglich einen kleinen Zwerchfellbruch. Kein Grund zur Sorge, nehmen Sie einfach die Protonenpumpenhemmer weiter.

      Ich war mittlerweile schon total fertig. Ich hatte seit vielen Wochen dauerhaft Sodbrennen, kein Medikament half wirklich, alle Ärzte schickten mich mehr oder weniger Weg und eine Besserung war nicht in Sicht. Morgens war ich nicht mehr wirklich ausgeruht, weil ich sehr schlecht schlief und so weiter.

      Nun war mein eigentlicher Hausarzt wieder aus dem Urlaub zurück. Dieser war im Gegensatz zu den anderen Ärzten sehr engagiert.

      Das folgende Jahr probierte ich alles aus: Protonenpumpenhemmer in einer Dosis bis zu 160mg, Heilerde, Kartoffelsaft, viele verschiedene Gastroenterologen, alle verschiedenen Protonenpumpenhemmer, Antazida, drei Kissen beim schlafen, komplett die Ernährung umgestellt, drei Magenspiegelungen und so weiter. Bei 160mg Pantoprazol am Tag, mehreren Beuteln Riopan und so weiter war ich dann einem Punkt wo ich mich wegen einer OP informierte, denn trotz dieser viel zahl und Masse an Medikamenten hatte ich immer noch starkes Sodbrennen. Alle Ärzte rieten von einer Fundoplicatio ab. Die Berichte im Internet schreckten mich ebenfalls ab. Ich bin sehr jung und wollte keine Operationsmethode mit so einem Risiko und einer solchen Anzahl an vielen Horror Berichten.

      Bin dann am Ende auf der Webseite von Dr. med. Eckhard Löhde gelandet. Die OP-Methode hörte sich irgendwie für mich als Laie sehr gut und irgendwie sinnvoll an. Leider kannte sich damit kein Arzt aus und ich musste mich über Foren Berichte etc. informieren.

      Erster Kontakt mit Dr. med. Eckhard Löhde

      Ich rief in der Praxis an und vereinbarte ein Telefongespräch mit Dr. med. Eckhard Löhde. Das Telefonat fand 10 Tage später statt und kostete paar Euro (wurde später mit der OP verrechnet). Dr. med. Eckhard Löhde machte direkt einen sehr verständnisvollen und kompetenten Eindruck.

      Ich legte die OP-Methode meinem Hausarzt vor und dieser informierte sich. Er meinte das Verfahren würde sich sehr gut anhören und ein Versuch sei es wert.

      Einige Wochen später rief ich für einen OP Termin an. Dieser sollte 11-12 Monate später sein.

      Das warten hat ein Ende

      Die 12 Monate waren rum und ich fuhr mit meiner Familie nach Berlin. Dort angekommen fiel mir direkt die schöne Klinik auf. Angemeldet in der Klinik, Einzelzimmer bezogen (kostete ca. 90 Euro die Nacht) und paar Stunden später hatte ich einen Termin bei Dr. med. Eckhard Löhde. Die Empfangsdamen waren wie am Telefon extrem freundlich. Dr. med. Eckhard Löhde war wie erwartet sehr kompetent und beruhigend. Nach einer Ultraschall Untersuchung wurde noch alles weitere besprochen. Abends kam dann noch der Narkose Arzt und danach bekam ich auf meinen Wunsch hin eine Schlaftablette.

      Am nächsten Morgen wurde ich für den OP vorbereitet und dann ging es auch schon los.

      Nach der OP

      Ich wachte im Zimmer auf. Leider war ein sehr unangenehmer Schlauch in der Nase. Ich schlief wieder ein und paar Stunden später kam das Teil raus.

      Tag 1: Ich schlief eigentlich nur. Dr. med. Eckhard Löhde schaut wie jeden Tag 1 - 2 Mal vorbei
      Tag 2: Ich schlief ebenfalls fast nur. Zudem habe ich bisschen Pudding gegessen und Gemüsebrühe
      Tag 3: Fast gleich wie Tag 2
      Tag 4: Ich war immer noch recht schlapp, schlief viel, lief bisschen mit einer Krankenschwester im Gang und kurz draußen.
      Tag 5: Ich probierte Toastbrot zu essen. Konnte ich irgendwie nicht schlucken und so aß ich wieder Pudding

      Nach fünf Tagen in der Klinik wurde ich entlassen.

      Wieder daheim war ich immer noch sehr schwach und bin sehr viel im Bett gelegen. Durch das plötzliche absetzen der PPIs war ich extrem übersäuert und hatte starke Bauchschmerzen und Sodbrennen. In Rücksprache mit meinem Hausarzt und Dr. med. Eckhard Löhde nahm ich wieder PPIs und setze diese langsam ab. Also von 160 - 80 mg auf 40, dann auf 20 mg. Nach einigen Wochen konnte ich die PPIs komplett absetzen. Das Essen fiel mir die ersten Wochen sehr schwer und ich habe vorwiegend sehr weiche Sachen gegessen. Meistens Suppe, Brot ohne Rinde und so weiter. Am Anfang rutschte das Essen nicht richtig runter, dies war sehr unangenehm und daher mied ich hartes Essen einige Wochen.

      Die Operation ist schon lange her und ich erinnere mich nicht mehr 100%, aber es dürfte so 3 - 5 Wochen gedauert haben, bis ich wieder alles ohne Probleme essen konnte. Ich habe 4 - 5 Kilo in der Zeit abgenommen. Sodbrennen hatte ich durch die totale übersäurerung die ersten Wochen nach der OP sehr stark. Langsam ging das Sodbrennen aber weg.

      Fazit vier Jahre nach der Operation

      Einige Monate nach der Operation hatte ich in Rücksprache mit Dr. med. Eckhard Löhde eine Magenspiegelung. Der Internist sah keine Rötung der Speiseröhre mehr. PPIs müsse ich nicht mehr nehmen und auch das Zwerchfell sei sicher verschlossen beziehungsweise die Öffnung zwischen Magen und Speiseröhre sei nicht mehr vorhanden. Mein Sodbrennen ist viel viel besser geworden und ich kann wieder alles essen und trinken. Nur Alkohol meide ich fast komplett (für mich nicht schlimm, ganz im Gegenteil). Sodbrennen habe ich immer mal wieder, nehme dann einfach Riopan und das Problem ist gegessen. Die Operation hat das Sodbrennen zu einem seltenen Problem werden lassen. Nebenwirkungen gibt es für mich keine schlimmen. Insgesamt habe ich zwei kleine Narben am Bauch, 1 - 3 im Jahr wenn ich beispielsweise sehr hastig einen Burger runterschlinge rutscht das Essen für paar Sekunden nicht direkt runter (ist aber kein großes Problem und nach Sekunden wieder weg und wie gesagt sehr selten, also nicht wie direkt nach der OP) und ansonsten ist alles gut. Sodbrennen habe ich nicht mehr an 31 Tagen im Monat sondern vielleicht an 3 - 4 Tagen im Monat und dann auch eher schwach und mit Riopan oder Maaloxan ist das Problem meistens sehr schnell wieder weg.

      Ich bin froh, dass ich mich für die innovative Operation von Dr. med. Eckhard Löhde entschieden habe. 100% wird das Sodbrennen nie verschwinden, aber mit wenigen Tagen im Monat kann ich damit sehr gut leben. Meine alte Lebensqualität ist wieder hergestellt und Sodbrennen spielt keine große und belastende Rolle mehr in meinem Leben.

      Wieso die Operation von Krankenkassen nicht übernommen wird ist mir ein Rätsel. Von der klassischen Fundoplicatio haben mir alle Ärzte abgeraten und trotzdem wird diese OP gezahlt. Bei Dr. med. Eckhard Löhde scheinen die Nebenwirkungen sehr gering zu sein und einem Großteil der Operierten scheint die OP nachhaltig zu helfen und trotzdem lehnen gesetzliche Krankenkassen die Bezahlung meistens ab. Ich würde mir wünschen, dass weiterhin auf diesem Gebiet geforscht wird und Menschen mit Sodbrennen immer besser geholfen werden kann. Vor allem Menschen, bei denen Medikamente keine Wirkung erzielen. Zudem würde ich mir wünschen, dass auch Menschen welche nicht die finanziellen Mittel haben eine Operation selber zu bezahlen in Zukunft die Chance dazu bekommen. Ich bin froh und sehr dankbar, dass ich die finanziellen Mittel hatte.

      PS: Lars ist nicht mein echter Name, wegen Datenschutzgründen.

      Viele liebe Grüße an euch ALLE ;)

      Fragen beantworte ich sehr gerne hier im Thread. Allerdings nur im Thread und nicht per PN. Dann hat jeder was davon!!!!

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      Hallo Vito.

      Nein. Die Krankenkassen in Deutschland bezahlen die OP Kosten nicht, da es eine Privatleistung von Herrn Dr. Löhde ist. Man bekommt lediglich die Spitalkosten übernommen jedoch muss man die ca. 3400 Euro Eigenanteil (Arbeit von Dr. Löhde) selbst aufbringen. Die gesetzlichen Krankenkassen in der Schweiz bezahlen zB. gar nichts, da Ausland.

      LG
      Wieso muss man denn für so eine OP zahlen? Es ist doch ein Problem, das das Wohlsein beinträchtigt und nicht gerade eine "Schönheits-OP" ist? Da müssen doch Krankenkassen normalerweise zahlen, oder? Bin ja froh, dass bei mir mal nur ein minimales Zwerchfellproblem aufschien. Dank Magenbypass sollte sich das Problem bei mir von selbst lösen, zumindest wurde nicht weiter darauf geachtet. Ich habe auch nur nach nachvollziehbaren Situationen Sodbrennen, also scheint mein Zwerchfell soweit okay zu sein.
      Aber es war ein sehr interessanter Bericht, vielen Dank dafür. Schön, dass es dir wieder besser geht.
      Die KKs zahlen nur eine Fundoplicatio. Für mich auch unverständlich, denn schließlich hilft die OP beispielsweise von Dr.L. vielen Menschen nachhaltig!

      Das stimmt so nicht ganz. Die Krankenkassen in Deutschland bezahlen mittlerweile auch das LYNX Management System und eventuell auch das EndoStim Verfahren. Beide Verfahren sind ebenfalls Versuchsverfahren und Langzeitstudien dazu gibt es nicht.

      Masterp schrieb:

      Die KKs zahlen nur eine Fundoplicatio. Für mich auch unverständlich, denn schließlich hilft die OP beispielsweise von Dr.L. vielen Menschen nachhaltig!

      Das stimmt so nicht ganz. Die Krankenkassen in Deutschland bezahlen mittlerweile auch das LYNX Management System und eventuell auch das EndoStim Verfahren. Beide Verfahren sind ebenfalls Versuchsverfahren und Langzeitstudien dazu gibt es nicht.


      Vielen Dank, für den Hinweis. Das LYNX-Verfahren klingt ja vielversprechend. Werde ich mal recherchieren! Kennst dich ja sehr gut aus bei dem Thema.